Die Musterwohnung für Menschen mit Demenz in Norderstedt
Wohnen mit Demenz 2026
Bei der Wohnraumgestaltung (für Menschen mit Demenz) geht es darum, drei Grundbedürfnisse miteinander in Einklang zu bringen.
Eins dieser Bedürfnisse ist das nach Schutz und Sicherheit. Besonders für Menschen mit Demenz ist es wichtig, dass sich das Wohnumfeld sicher und geborgen anfühlt. Es geht außerdem darum, den Betroffenen Orientierung im eigenen Wohnumfeld geben zu können. Möglich ist dies u.a. über bestimmte Möbelstücke, Piktogramm oder Bilder. Diese unterstützen dabei, sich möglichst lange unabhängig und selbstbestimmt im eigenen Zuhause zurecht zu finden und weiterhin am gewohnten sozialen Umfeld teilnehmen zu können. Zum dritten Grundbedürfnis, das bei Menschen mit Demenz ganz wichtig ist, zählen Wohlbefinden, Behaglichkeit und Vertrautheit. Hier kann es zum Teil sinnvoll sein, vertraute Gegenstände (z.B. einen Teppich) trotz möglicher Risiken möglichst lange an Ort und Stelle zu lassen.
Wichtig ist, dass Sie sich bei der Wohnraumgestaltung immer wieder deutlich machen:
Menschen mit Demenz nehmen ihre Umgebung nicht mehr ausschließlich über Verstand wahr, sondern über Gefühle, Emotionen und das Herz.
Das Herz wird nicht dement.
- Licht
- Akustik
- Farbe
- Boden
- Orientierung
- Möblierung
- Sicherheit
- Technik
Licht kommt bei der Wohnraumgestaltung eine ganz zentrale Bedeutung zu, denn Licht ermöglicht uns das Sehen und bestimmt die Atmosphäre im Raum.
Bei der Wohnungsgestaltung sollte prinzipiell darauf geachtet werde, dass eine gute Mischung aus natürlichem Tageslicht und künstlichem Licht vorliegt. Generell geht es bei der Lichtgestaltung um eine ausreichende Helligkeit in der Wohnung / im Haus (500 Lux auf Augenhöhe), um die spezielle Ausleuchtung von dunklen Ecken (besonders auch auf Treppen) aber auch um eine Orientierung über gesonderte Lichtpunkte. Eine Mischung aus direktem (Steh- und Tischlampen) und indirektem (Deckenlampen) Licht ist für eine gute Ausleuchtung hilfreich. Darüber hinaus eignen sich Nachtlichter zum Aufstecken auf die Steckdose, Bewegungsmelder und Lichtschalter mit Dimmer-Funktion zur Orientierung und besonders auch für die Sicherheit in der Nacht. Möglichen Blendungen durch Sonnenlicht und Schattenbildern an den Wänden und auf den Fußböden sollte entgegengewirkt werden, da diese beispielsweise zu herausforderndem Verhalten führen oder Angst hervorrufen können.
Licht ermöglicht uns das Sehen und bestimmt die Atmosphäre im Raum. Es beeinflusst außerdem unsere Innere Uhr, die für unseren Biorhythmus verantwortlich ist, sowie wichtige Hormon- und Stoffwechselprozesse. Es gibt unserem Leben also einen Rhythmus.
Bei zu wenig Licht produziert unser Körper zu viel Melatonin (Schlafhormon), was Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus zur Folge hat. Besonders bei Menschen mit Demenz kann die Ausschüttung des Hormons im Verlaufe der Erkrankung zunehmend gestört sein.
Dem kann zum Teil mit biodynamischen Licht entgegengewirkt werden. Die speziellen Lampen (z.B. von der Firma Waldmann) simulieren die farbliche Zusammensetzung des Tageslichtes – morgens mit einem höheren Blaulichtanteil und gegen Abend zunehmend mit Rotlichtanteilen. Dadurch kann Einfluss auf die Ausschüttung der für den Tag-/Nachtrhythmus wichtigen Hormone genommen werden.
Durch die indirekt-direkte Beleuchtung der Lampen kommt es außerdem zu weniger Schattenbildung und keinen Blendungen. Es entsteht ein heller Raumeindruck. Für Menschen mit Demenz ist eine ausreichende Helligkeit (500 Lux auf Augenhöhe) wichtig, da Helligkeitsunterschiede verunsichern und Schatten Angst verursachen können. Die Orientierung wird ihnen erleichtert.
Befinden wir uns in einer Situation mit einem permanenten Geräuschpegel müssen wir uns ziemlich stark konzentrieren, um unser Gegenüber verstehen und dem Gespräch folgen zu können. Lösen würden wir das Problem über unseren Verstand und beispielsweise einen leiseren Ort aufsuchen. Menschen mit Demenz können das nicht. Häufig entsteht eine Überförderung, wenn die Akustik nicht gut ist und Einschränkungen im Hören vorliegen. Das kann unter anderen dazu führen, dass herausforderndes Verhalten gezeigt oder die Situation einfach verlassen wird. In Gemeinschaftsräumen ist eine gute Akustik also dringend notwendig!
Was können Sie tun, um die Akustik zu verbessern?
Schon mit kleinen Änderungen lässt sich viel verändern: Beispielsweise kann hinter die Leinwand eines Bildes Styropor geklebt werden. Auch das Anbringen von Korkplättchen oder sogenannten Schallschluckelementen kann sinnvoll sein. Allgemein gilt, dass alles, was Schall wegnimmt (z.B. Kissen, Gardinen, Decken), hilfreich ist. In Einrichtungen ist das natürlich aber oft ein Austarieren zwischen den hygienischen Anforderungen, den Vorgaben des Brandschutzes und den Menschen mit Demenz.
Menschen mit Demenz leiden prozentual stärker an Sehbehinderungen – dem lässt sich insbesondere mit einer durchdachten Farbgestaltung begegnen. Ob und in welcher Form Farben Einfluss auf Menschen mit Demenz haben können, ist bisher nicht wissenschaftlich belegt. Dennoch können Sie ein paar Grundzüge berücksichtigen:
Stimmen Sie die Farben eines Raumes aufeinander ab und gestalten Sie ihn nicht zu bunt, damit er nicht unruhig wirkt. Gut geeignet sind die sogenannten „Toskana-Farben“ wie Terrakotta oder Ocker in unterschiedlicher Intensität. Pastellfarben sollten Sie möglichst vermeiden, da sich durch diese keine Kontrastwirkung ergibt. Auch auffällige und großflächige Muster an Wänden, Gardinen und Teppichen sollten vermieden werden, da sie schnell zu Verkennungen führen können. Eine Abstimmung der Farben aufeinander kann dabei helfen, ein behagliches Raumklima zu erzeugen.
Mit Farben können Sie auch Signale setzen, um eine Orientierung zu geben. Viele Farben sind beispielsweise in der Erinnerung mit bestimmten Gegenständen verbunden (z.B. das rote Feuerwehrauto), sodass darüber die Farbe wirken kann. Unterschiedliche Farbkonzepte helfen zudem bei der Unterscheidung zwischen Privatzimmer, Flurbereich und Gemeinschaftsbereich.
Spiegelnde Oberflächen können bei Menschen mit Demenz zu Verkennungen führen und Angst hervorrufen. Bodenbeläge sollten somit möglichst blend- und spiegelfrei sein, um diesem entgegenwirken zu können. Das heißt: Verwenden Sie ausschließlich matte Bodenbeläge. Dabei sind matte und helle Fliesen ebenso gut geeignet wie Laminat, Linoleum, PVC oder Parkett. Auch Bodenbeläge mit einer hellen Holzoptik können verwendet werden, wenn diese wenig Astansätze enthalten. Denn bereits diese können von Menschen mit Demenz als Hindernis wahrgenommen werden und Angst hervorrufen.
Im Verlaufe einer Demenz verändert sich die Wahrnehmung und Orientierung der Betroffenen. Zu Beginn fällt vor allem die Orientierung an unbekannten Orten schwer, aber mit fortschreitender Erkrankung zunehmend auch in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Unter anderem können mögliche Gefahren oft nicht mehr richtig eingeschätzt werden. Oft können kleine Alltagshilfen/Hilfsmittel hilfreich sein, damit Betroffene möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen können. Hilfreich sind beispielsweise die klare Strukturierung von einzelnen Räumen, der gezielte Einsatz von Farben und Kontrasten, eine gute Beleuchtung sowie die Beschriftung von Schränken und Türen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Orientierungshilfen an den Schweregrad der Demenz angepasst sind.
Spiegel + sp. Oberflächen
Piktogramme, Beschilderung
Aufbewahrung + Schränke
Beschriftung durch Fotos
Kalender / Uhr
Spiegel + spiegelnde Oberflächen
Piktogramme und Beschilderung
Um die Orientierung beim Auffinden des Bades /WC´s zu erleichtern, können Sie Bilder oder sogenannte Piktogramme verwenden und auf die Tür aufkleben. Noch besser geeignet sind Schilder, die früher beispielsweise in Gaststätten die Herren und Damen Toiletten gekennzeichnet haben oder auch das „Männecken-Piss“, das jedem noch gut in Erinnerung ist. Die Kombination des Bildes mit einer Aufschrift „Klo“ oder „Herzhausen“, je nachdem was der an Demenz Erkrankte früher für einen Begriff verwendet hat, gibt einen zusätzlichen Hinweis. Vermeiden Sie kleine Bad-Mülleimer, sie können zu Verwechslungen mit der Toilette führen.
Aufbewahrung / Schränke
Zur besseren Orientierung ist die Aufbewahrung von Geschirr, Gläsern und Kochtöpfen etc. am besten in offenen Regalsystemen zu empfehlen. Alternativ dazu sind (Milch-)Glasscheiben oder eine aussagekräftige Beschriftung der Schränke möglich. Auch hier gilt wieder die Verbindung von Bild (z.B. auch ein Foto) und Schrift. Durchsichtige Einlegeböden erleichtern ebenfalls einen möglichst eigenständigen Gebrauch der Dinge für das tägliche Leben. Lebensmittel können gut in ausziehbaren Schränken (Apothekerschränke) aufbewahrt werden.
Beschriftung durch Fotos
Um eine Orientierung auch für geschlossene Schränke und Behälter wie z.B. Kühlschränke und Tiefkühltruhen zu ermöglichen, eignen sich Fotos besser als abstrakte Zeichnungen und Piktogramme. Eine Ergänzung durch Schrift unterstützt diese Orientierung.
Kalender / Uhr
Um eine zeitliche Orientierung zu unterstützen, sollten Sie große Uhren (möglichst analog) an unterschiedlichen Stellen der Wohnung anbringen. Große Wandkalender, die das Datum und den Wochentag anzeigen helfen ebenso bei der zeitlichen Orientierung. Hilfreich hierbei sind besonders Kalender, die über ein Foto noch eine jahreszeitliche Orientierung geben.
Biodynamisches Licht
Licht ermöglicht uns das Sehen und bestimmt die Atmosphäre im Raum. Es beeinflusst außerdem unsere Innere Uhr, die für unseren Biorhythmus verantwortlich ist, sowie wichtige Hormon- und Stoffwechselprozesse. Es gibt unserem Leben also einen Rhythmus.
Bei zu wenig Licht produziert unser Körper zu viel Melatonin (Schlafhormon), was Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus zur Folge hat. Besonders bei Menschen mit Demenz kann die Ausschüttung des Hormons im Verlaufe der Erkrankung zunehmend gestört sein.
Dem kann zum Teil mit biodynamischen Licht entgegengewirkt werden. Die speziellen Lampen (z.B. von der Firma Waldmann) simulieren die farbliche Zusammensetzung des Tageslichtes – morgens mit einem höheren Blaulichtanteil und gegen Abend zunehmend mit Rotlichtanteilen. Dadurch kann Einfluss auf die Ausschüttung der für den Tag-/Nachtrhythmus wichtigen Hormone genommen werden.
Durch die indirekt-direkte Beleuchtung der Lampen kommt es außerdem zu weniger Schattenbildung und keinen Blendungen. Es entsteht ein heller Raumeindruck. Für Menschen mit Demenz ist eine ausreichende Helligkeit (500 Lux auf Augenhöhe) wichtig, da Helligkeitsunterschiede verunsichern und Schatten Angst verursachen können. Die Orientierung wird ihnen erleichtert.
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Mit fortschreitender Demenz kann die räumliche Desorientierung und Vergesslichkeit zunehmen, wodurch sich die Gefahren im Alltag erhöhen. Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit können dazu führen, dass auch vertraute Geräte nicht mehr bedient werden können. Mittlerweile gibt es jedoch viele (technische) Hilfsmittel, mit denen viele Einschränkungen ausgeglichen werden können.
Beim Einsatz von (technischen) Hilfsmitteln sollte es das Ziel sein, allen Beteiligten mehr Sicherheit zu geben und gleichzeitig aber die Selbstständigkeit der Betroffenen nicht einzuschränken. Es sollte jedoch nur so viel verändert werden, wie es das aktuelle Krankheitsstadium erfordert, um das Selbstwertgefühl erhalten zu können.
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Das Gardia Notrufarmband bietet umfassende Sicherheitsfunktionen wie automatische Sturzerkennung, GPS-Ortung und eine Sprachverbindung mit Notfallkontakten oder einer professionellen Notrufzentrale.
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MEMOplanner
Der MEMOplanner ist ein digitales Planungs- und Erinnerungssystem, das speziell Menschen mit kognitiven Einschränkungen unterstützt. Er zeigt Tages-, Wochen- und Monatspläne übersichtlich an, ergänzt durch Erinnerungen, Checklisten, Bilder und Sprachhilfen. Über den myAbilia-Webservice können Angehörige oder Betreuer Aktivitäten einstellen und den Fortschritt überwachen. Mit der MEMOplanner Go‑App lässt sich der Plan auch unterwegs nutzen. Als Medizinprodukt bietet er eine ablenkungsfreie, auf kognitive Bedürfnisse zugeschnittene Umgebung.
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Bbrain Radio
Bettsensor
Der Bettsensor von Laromed (LAROsense Sleep ONE) wird unsichtbar unter der Matratze angebracht. Er erkennt, ob jemand im Bett liegt oder es verlässt, indem er Bewegungen und Anwesenheit misst. Die Daten werden per NB-IoT übertragen und können in der Laromed App angezeigt werden. Pflegekräfte erhalten so Alarmmeldungen, wenn ein Bewohner aufsteht und nicht zurückkehrt. Dadurch wird die Sicherheit erhöht und das Personal kann schneller reagieren und wird entlastet. Es lässt sich auch mit weiteren Sensoren im IQ-ROOM kombinieren, um den gesamten Raum zu überwachen.
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CONTENT BIODYNAMISCHES LICHT
CONTENT BODENBELÄGE

